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Behördenleitungstagung des Bundes: VEMAGS fordert Straßennetzgrundlage

Foto_BPA-Sandra Steins_20060427
Berlin. Auf dem zentralen Forum für den Informations- und Wissensaustausch der rund 120 führenden Köpfe der Bundesverwaltung aus über 90 Bundesbehörden aller Ressorts zu Strategien und Maßnahmen der Verwaltungsmodernisierung und -organisation forderte Bundesprojektleiter Marcus Sütterlin die Schaffung eines "bundeseinheitlichen, lückenlosen, routing-fähigen und ASB-konformen Straßennetzes".
 

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière sprach in seiner Eröffnungsrede unter dem Titel "Die Verantwortung des Einzelnen fürs Ganze" über die Notwendigkeit, Verwaltungsmodernisierung und E-Government-Maßnahmen zügig und unvermindert fortzusetzen, um damit einen Beitrag zur Bewältigung der Haushaltslage zu leisten und die Handlungsfähigkeit der Verwaltung sicherzustellen.
Die Haushaltslage dürfe nicht zu einem Erlahmen der Anstrengungen führen. Daher müssten Verantwortungsträger offen dafür sein, gute Ideen zu übernehmen, eigene Innovationen entwickeln und vor allem selbst vorzuleben, was man von anderen fordere. Die Interessen Einzelner dürften dabei nicht gemeinsame Ziele vereiteln, stärker als je zuvor brauche man deshalb "eine ressort- und ebenenübergreifende Zusammenarbeit ohne Silo-Denken, sondern mit dem Blick fürs Ganze".

Im Anschluss an die Rede des Bundesinnenministers folgte im Diskussionsforum "Geodateninfrastruktur" als Beispiel erfolgreicher ressort- und ebenenübergreifender Zusammenarbeit ein Vortrag von Bundesprojektleiter VEMAGS, Marcus Sütterlin, unter dem Titel "Wir können alles, außer Geodaten? Was zu tun ist, damit aus Deutschlands Geodaten ein Netz wird".

Ko-Referenten waren Prof. Dr.-Ing. Dietmar Grünreich (Präsident des Bundesamtes für Karthographie und Geodäsie - BKG), Roderich Egeler (Präsident des Statistischen Bundesamtes und Bundeswahlleiter - DESTATIS) sowie Dipl.-Demographin Marleen Dettmann (Robert-Koch-Institut - RKI).

Sütterlin spannte einen Bogen von den konkreten Bedarfen der vier VEMAGS-Module zu den allgemeinen Nutzen und skizzierte von dort ausgehend als Ziel die Schaffung eines "bundeseinheitlichen, lückenlosen, routing-fähigen und ASB-konformen Straßennetzes", das nur so nachhaltig und kalkulierbar betrieben werden könne.

Basierend auf den Erfahrungen in VEMAGS formulierte er die These, dass ein bimodaler Ansatz die optimale Lösung sei:
Dezentrales Eigentum, Pflege und Zulieferung der regionalen Daten mit Referenzierung auf das gemeinsame Netz,
Zentrale Bereitstellung, Pflege und Vermarktung des bundeseinheitlichen Straßennetzes.

Engagierte Fragen und Diskussionsbeiträge der Teilnehmer zeigten eine breite Zustimmung zu den vorgestellten Thesen. Allgemein geteilt wurde auch die Ansicht, dass dringend ein koordinierter Handlungsbedarf besteht. Es wurde großes Interesse signalisiert, die vorgestellten Lösungsansätze in den Meinungsbildungsprozess einzubringen.

Link:                    Bericht auf "Verwaltung innovativ"
Download (pdf): Vortrag VEMAGS auf der BLT 2010

© 2010 VEMAGS

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